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Freitag, 6. September 2013

Cine de Sol 2013

CINE DEL SOL waren 3 Tage mit 3 Filmen und 3 angereisten Regisseuren mit unzähligen Gesprächen. Diese Diskussionsrunden des interessierten und sehr gemischten Publikums fand unter Beteiligung der Regisseure und eingeladener Podiumsteilnehmer statt.

Conejo en la Luna
von Jorge Ramírez Suárez
Freitag, 06.09.2013, um 20 Uhr
112 Minuten | Mexico 2004
OV mit englischen Untertiteln
www.conejoenlaluna.com

Eine Geschichte aus einer Welt, in der Korruption bis in die höchsten Kreise auf der Tagesordnung steht, in der Sündenböcke gesucht werden, um Verbrechen zu vertuschen, in der die Polizei ungestraft Gewalt anwenden darf und Kinderhandel nichts Ungewöhnliches ist.

Dem immer dichter werdenden Netz aus Korruption und Verbrechen versuchen Antonio Santos und seine Geliebte Julie zu entkommen. Seit der Geburt ihres Babys ist ihr Bedürfnis nach Sicherheit und Gerechtigkeit nur noch stärker geworden. Ein dummer Zufall zieht das junge Paar in die Fänge einer politischen Verschwörung. Mit einem Mal finden sich Antonio und Julie unschuldig einer Welt mörderischer Politiker und ihrer Helfer bei der Polizei ausgeliefert.
In seinem Noir-Thriller unterschlägt Regisseur Ramírez-Suárez keineswegs die Nähe zu Filmen von Hitchcock oder Costa-Gavras. Wie sie nutzt er die Attraktivität des Genres für eine kenntnisreiche und spannende Analyse der Verhältnisse in einem Land im politischen Ausnahmezustand.

Sumas y Restas
von Víctor Gaviria
Samstag, 07.09.2013, um 20 Uhr
109 Minuten | Kolumbien 2005
OV mit deutschen Untertiteln

Santiago Restrepo ist Bauingenieur und lebt mit seiner Familie in Medellín. Er hat Karriere im Immobilienbau gemacht. Aus guter Familie, verheiratet und gebildet, hegt er eine gewisse Bewunderung für seinen Jugendfreund Duende „Zwerg“, der als Drogenhändler ein riskantes aber auch spannendes und originelles Leben führt.

Dank der Kontakte von Duende kann Santiago Grundstücke, Wohnungen und Häusers an andere Drogenhändler verkaufen und ein sorgenfreies Leben führen. Als Duende, der durch seine Drogengeschäfte sehr viel Geld verdient hatte, sich aus dem Geschäft zurückziehen will, stellt er ihm Gerardo vor, einen aufsteigender Drogenboss. Ihre Freundschaft festigt sich mit ausschweifenden, dekadenten Festen und mit dem grenzenlosen Reichtum, der ihm Gerardo anbietet. Dennoch zeigt sich das wahre Leben eines Drogen-händlers beim gewaltsamen Tod seines Bruders und dem grandiosen Scheitern bei seiner ersten Reise als Drogenkurier. Nach und nach wird Santiago immer weiter in die wahre Welt der kolumbianischen Drogenbosse hineingezogen.

Vuelta y Vuelta
von Daniela Lucia Bichl und Markus Toth
Sonntag, 08.09.2013, um 17:30 Uhr
86 Minuten | Chile 2013
OV mit deutschen Untertiteln
www.vueltayvueltaeldocumental.tumblr.com

Vuelta y Vuelta – Erinnerungen an das chilenische Exil ist ein Dokumentarfilm über zehn Menschen, die Chile während der Militärdiktatur verlassen mussten. Sie erzählen über ihre Erfahrungen, die Entwicklung ihres Lebens im Exil, über Reisen nach Chile oder die tatsächliche Rückkehr, über ein Chile, das sie damals verlassen haben und dem heutigen Chile, über ihre zukünftigen Pläne und vielem mehr.

Dieser Dokumentarfilm ist ein Beitrag zur Geschichte Chiles, in welchem 10 ExilchilenInnen die Möglichkeitn haben über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten. Dies ermöglicht eine neue Sichtweise zu historischen Ereignissen, da insbesondere die Betroffenen Teil der Geschichte sind.

Ohne Erinnerung kann es keine Geschichte geben. Über und von der Vergangenheit zu lernen, ermöglicht es uns eine gerechtere Welt zu schaffen, in der alle die gleichen Möglichkeiten haben. Eine andere Welt ist möglich.

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